Eisenmangelerkrankungen

Ist die häufigste Mangelerkrankung.

Im Frühstadium (IDS=IronDeficiteSyndrom) können viele Symptome entstehen ohne dass eine Blutarmut (Anämie) vorliegt.



Eisendefizit (IDS)

Beim Eisenmangelsandrom liegt noch keine Blutarmut vor, aber die Eisenspeicher sind nur noch zu einem Achtel gefüllt. Bei Frauen ist ein Eisenmangelsyndrom häufiger. Ursachen können in einem erhöhtem Verbrauch liegen. Manche "Pillen" sind ebenfalls ungünstig und führen zu einem Ferritinabfall bei gleichzeitiger Kupfererhöhung. Es können Resorbtionsstörungen im Dünndarm vorliegen. Eine vegetarische oder vegane Kost kann zu einem niedrigen Ferritinspiegel führen ebenso wie Leistungssport. Junge Mädchen in der Pubertät leiden ebenfalls häufiger darunter.

 

Es können viele Symptome entstehen. Bevor die lebenswichtige Blutbildung erst als letztes Symptom auftritt können Hormonstörungen (Schilddrüsen, Geschlechtshormone, Neurotransmitter etc.) auftreten.

 

Eisen ist zentral an der Energiegewinnung der Zellen beteiligt (ATP Gewinnung in den Mitochondrien) 

 

Eiweissketten werden zu stabilen Fasern umgebaut. Diese Aufbauprozesse sind wichtig zur Bildung von Haarwurzeln, Nagelsubstanz, Haut, Schleimhäuten und Knochen und zur Myoglobinbildung (eisenhaltiges Protein zum Sauerstofftransport in den Muskeln)

 

Eisen ist ebenfalls für die Säureproduktion als auch für eine  ausreichende stabile Schutzschicht der Schleimhaut verantwortlich. Auch die Blutdruckregulation, Blasenfunktion und Immunreaktionen sind eisenabhängig.

 

 

Daraus lässt sich leicht ersehen wie vielfältig die Symptome eines Eisenmangels sein können:

 

  • Erschöpfungszustände
  • Konzentrationsstörungen
  • Depressionen
  • Schlafstörungen
  • Schwindel
  • Kopfschmerzen
  • Nackenversannungen
  • Haarausfall
  • Nagelbrüchigkeit
  • Restless Legs
  • unerfüllter Kinderwunsch (Frauen)

 

Die Diagnose Eisenmangel lässt sich aus den Symptomen und einer Blutanalyse (Der Patient muss infektfrei sein) stellen. Im sogenannten "Health Banking" der internationalen Eisenzentren wird dann die  Indikation und die individuelle Dosis für eine intravenöse Eisengabe errechnet.

 

Vorher werden die allgemeine Krankeneschichte erfasst und  Kontraindikationen für eine intravenöse Eisentherapie ausgeschlossen. Mögliche Kontraindikationen sind schwere Autoimmunerkrankungen, infektiöse Erkrankungen, Tumorleiden, schweres Asthma, multiple Allergien, Endometriose.

 

Falls bei Ihnen eine "Thalassämie" oder eine Eisenspeicherkrankheit vorliegt dürfen generell keine Eisengaben durchgeführt werden. 

 

Zur Therapie wird die errechnete Dosis in einer Aufsättidungsinfusionsreihe (je nach Präparat unterschiedliche Anzahl) gegeben.  

 

Das Ferritin, der Hämoglobinwert sowie die Symptome werden 2 Wochen und 3 Monate nach der Aufsättigung kontrolliert. Je nach Höhe der Werte und der veränderten Symptomatik sind nochmal Eisengaben nötig oder der individuelle Ferritinkorridor kann schon ermittelt werden. Um diesen weiter aufrecht zu erhalten sind ggf. Eiseninfusionen über das Jahr verteilt sinnvoll. Manchmal reichen orale Eisenpräparate (z.B. aus Curryblatt) aus.

 

Falls die Symptome nicht gebessert sind muss nach weiteren Ursachen geforscht werden!

Oft besteht ein gleichzeitiger Vitamin B Mangel und ein niedriger Zinkspiegel (vor allem bei Haarausfall). Falls sich ein solcher Mangel in der Laboranalyse zeigt sollte er ebenfalls ausgeglichen werden.